Autohaus in Hanstedt
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Von Datendefiziten bis Rentenlücke

LandFrauen Auetal setzen starke Themenimpulse
 
SG Hanstedt. 06.02.2026. Mit einem gemeinsamen Frühstück starteten die LandFrauen in ihr neues Jahresprogramm – und gleich zum Auftakt stand ein gesellschaftlich hochaktuelles Thema im Mittelpunkt: die „Datenlücke Frau“. In geselliger Runde genossen die LandFrauen das Frühstück, bevor es inhaltlich ernst wurde.

Im anschließenden Vortrag beleuchteten Danila Maring und Nicole Dethleffs auf Grundlage des Buches „Unsichtbare Frauen“ von Caroline Criado-Perez, wie geschlechtsspezifische Unterschiede in der Datenerhebung Frauen in vielen Bereichen des Alltags benachteiligen. Anschaulich machten die Referentinnen deutlich, dass sich wissenschaftliche Studien, Normen und Standards häufig am sogenannten „Standard-Mann“ mit 1,77 Metern Körpergröße und 80 Kilogramm Gewicht orientieren – mit teils gravierenden Folgen.
 
Die LandFrauen starteten mit klarem Blick auf die „Datenlücke Frau“ ins neue Jahr. Fotos: Monika Kuhlmann
 
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So zeigen Statistiken, dass Frauen bei Autounfällen häufiger schwerere Verletzungen erleiden, da Sicherheitssysteme wie Airbags und Sicherheitsgurte auf den männlichen Körperbau ausgelegt sind. Auch im medizinischen Bereich wirkt sich die Datenlücke aus: Zwar sind geschlechtsspezifisch unterschiedliche Symptome bei Herzinfarkten vielen Ärztinnen und Ärzten inzwischen bekannt, doch bei Frauen selbst und in ihrem Umfeld fehlt dieses Wissen oft noch. Andere Ungleichheiten erscheinen auf den ersten Blick weniger dramatisch, sind aber alltäglich spürbar – etwa die langen Warteschlangen vor Frauentoiletten bei Großveranstaltungen, ein klassisches Beispiel struktureller Benachteiligung.

Der Vortrag sensibilisierte die Teilnehmerinnen dafür, dass die vollständige Gleichstellung von Frauen noch nicht erreicht ist, und bot reichlich Gesprächsstoff für eine lebhafte Diskussion im Anschluss.
 
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Auch eine weitere Veranstaltung Anfang Februar griff ein zentrales Frauenthema auf: Unter dem Titel „Altersvorsorge – weiblich gedacht“ referierte Nicole Helms über finanzielle Absicherung im Alter. Sie zeigte auf, dass Frauen aufgrund von Teilzeitarbeit und familiären Verpflichtungen – etwa der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen – häufig mit deutlich geringeren Rentenansprüchen rechnen müssen als Männer.

Die Expertin erläuterte anschaulich staatliche und private Möglichkeiten der Altersvorsorge und stellte verschiedene Produkte vor. Besonders betonte sie die Bedeutung einer frühzeitigen privaten Vorsorge, gerade für junge Frauen. Zugleich machte sie Mut: Auch im Rentenalter gebe es noch sinnvolle Wege, aktiv vorzusorgen. Ergänzend wies sie auf die Wichtigkeit von Vorsorgevollmachten für Bankgeschäfte und medizinische Entscheidungen sowie auf die Regelung des digitalen Nachlasses hin.

Mit diesen beiden Veranstaltungen setzten die LandFrauen starke inhaltliche Akzente und zeigten wieder einmal mehr, wie wichtig Information, Austausch und gegenseitige Unterstützung für Frauen in allen Lebensphasen sind. Mehr Informationen zum Angebot des Landfrauenvereins: www.landfrauen-auetal.de