Letzte Beschlüsse und hohe Ehrungen
Samtgemeinderat Hanstedt beschließt Einführung von Energiesparmodellen an Schulen und Kitas – Abschied und Ehrungen
Hanstedt. 03.10.2026. Es war eine Sitzung mit besonderem Charakter: Am Donnerstagabend tagte der Samtgemeinderat Hanstedt zum letzten Mal in dieser Legislaturperiode und zugleich in seiner bisherigen Zusammensetzung. Neben den Sachthemen des Abends standen deshalb auch Abschied und Rückblick im Mittelpunkt. Einen einstimmigen Beschluss fasste der Rat unter anderem zur Einführung von Energiesparmodellen an Schulen und Kindertagesstätten.
Die Samtgemeinde Hanstedt hat sich mit ihrem Beitritt zur Klimaschutz-Charta das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden. Ein Baustein auf diesem Weg ist der derzeitige Aufbau eines kommunalen Energiemanagements. Dabei soll künftig nicht allein die Technik betrachtet werden. Auch das Verhalten der Menschen, die kommunale Gebäude täglich nutzen, spielt eine wichtige Rolle.
Neben der KiTa Schätzendorf und der KiTa Alte Schulstraße in Hanstedt will sich auch die Grundschule in Brackel an dem Projekt beteiligen.
Gerade in Schulen und Kindertagesstätten sehen die Verantwortlichen deshalb ein erhebliches Potenzial. Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass durch Energiesparmodelle Einsparungen von etwa fünf bis 15 Prozent beim Energieverbrauch möglich sind. Das Konzept setzt dabei weniger auf erhobenen Zeigefinger als auf Beteiligung und Eigeninitiative.
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Geplant ist, ab August 2027 Energiesparmodelle zunächst in der Grundschule Brackel und in den Kindertagesstätten in Schätzendorf und in Hanstedt (Alte Schulstraße) einzuführen. Kinder und Jugendliche, aber auch pädagogische und weitere Beschäftigte sollen dabei aktiv eingebunden werden. In den Einrichtungen sollen Energieteams entstehen, die sich mit dem eigenen Verbrauch beschäftigen und gemeinsam Möglichkeiten zum Energiesparen entwickeln. Ergänzend sind Aktionen und Projekte vorgesehen, die Klimaschutz und nachhaltiges Handeln im Alltag vermitteln.
Begleitet werden soll die Einführung durch einen externen Dienstleister. Vorgesehen sind unter anderem Auftaktveranstaltungen, Begehungen der Einrichtungen, Schulungen, Aktionstage sowie pädagogische Materialien. Einen zusätzlichen Anreiz soll ein finanzieller Rückfluss schaffen: Ein Teil der durch das Modell eingesparten Energiekosten soll den teilnehmenden Einrichtungen zugutekommen.
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Auch finanziell setzt die Samtgemeinde auf Unterstützung. Für die Umsetzung sollen Fördermittel in Höhe von 70 Prozent beantragt werden. Die Antragstellung ist für November 2026 vorgesehen.
Samtgemeindedirektor Olaf Muus leitete den Tagesordnungspunkt mit einem einfachen Gedanken ein: Beim Energiesparen sei es am einfachsten, gleich bei den Kindern anzufangen. Nach einer kurzen Aussprache und einer kritischen Anmerkung von Christina Ahnert (dieBasis), die nun an die zuständige Arbeitsgruppe und die Pädagogen weitergegeben werden soll, herrschte Einigkeit. Der Samtgemeinderat stimmte der Einführung des Energiesparmodells einstimmig zu.
Deutlich persönlicher wurde es gegen Ende der Sitzung. Für mehrere Ratsmitglieder war es die letzte Sitzung im Samtgemeinderat. Sie wurden mit einem Blumenstrauß verabschiedet.
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Auch Olaf Muus, der den Samtgemeinderat an diesem Abend zum letzten Mal in seiner Funktion begleitete, blickte bewegt auf die zurückliegende Zeit. Das Zusammenspiel zwischen Verwaltung und Rat habe gut funktioniert, sagte Muus. Er sei stolz auf den Rat und dessen Arbeit. Dabei richtete er den Blick insbesondere auf das Ehrenamt. „Sie alle sind hier ehrenamtlich dabei, das darf man nicht vergessen“, hob Muus hervor. Genau so, sagte der Samtgemeindebürgermeister, habe er sich seine Arbeit vorgestellt, als er vor 15 Jahren angetreten sei.
Zum Abschluss gab es noch besondere Auszeichnungen. Olaf Muus überreichte im Namen des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes Urkunden und Ehrennadeln an Christian Blecken, Günter Rühe, Günter von Weeren, Wolfgang Witte und Burkhard Maack. Alle fünf erhielten die Ehrennadel in Silber für ihre langjährige kommunalpolitische Tätigkeit.
Eine besondere Ehrung ging an Gerhard Schierhorn: Für besonders langjährige Dienste in der Kommunalpolitik erhielt er die Ehrenmedaille des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes.
So endete die letzte Sitzung des Samtgemeinderates in dieser Zusammensetzung mit einem Blick zurück auf und zugleich mit einem Beschluss, der den Blick weit nach vorn richtet: auf weniger Energieverbrauch, mehr Klimaschutz und darauf, bereits die jüngste Generation für einen bewussten Umgang mit Energie und Ressourcen zu gewinnen.
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