Autohaus in Hanstedt
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Qualitätsoffensive nur mit klarer Perspektive für Alpha E tragfähig

Forderungen an die Deutsche Bahn
 
Landkreis. 07.02.2026. Anlässlich der jüngsten Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn in der Stadthalle Winsen (Luhe) zur Qualitätsoffensive auf der Strecke Hamburg-Hannover äußern sich die Bundestagsabgeordnete Dr. Cornell Babendererde und der Landrat des Landkreises Harburg Rainer Rempe zu den angekündigten Maßnahmen und verbinden diese mit klaren Erwartungen und Forderungen an die Deutsche Bahn.

Die Strecke Hamburg-Hannover zählt zu den am stärksten belasteten Schienenkorridoren Deutschlands. Die für die Monate Mai bis Juli 2026 geplante Qualitätsoffensive mit Arbeiten an Gleisen, Weichen, Stellwerken, Bahnhöfen sowie der Leit- und Sicherungstechnik kann einen Beitrag leisten, um die derzeitige Störanfälligkeit zu reduzieren und die Zuverlässigkeit kurzfristig zu verbessern. Zunächst bedankten sich beide bei den anwesenden Mitarbeitern von Bahn, Metronom und LNVG, welche das Projekt vorstellten und bei Fragen Rede und Antwort standen. Gleichzeitig machen Babendererde und Rempe deutlich, dass weitere Schritte folgen müssen.
 
 
In Anschluss an die Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn in Winsen gaben Dr. Cornell Babendererde und Landrat Rainer Rempe eine gemeinsame Presseerklärung ab. Foto: Niklas Hintze
 
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Dr. Cornell Babendererde erklärt: "Es ist richtig, dass die Deutsche Bahn mit der Qualitätsoffensive kurzfristige Verbesserungen anstrebt. Das ist notwendig und überfällig. Entscheidend ist aber, was danach kommt. Die angekündigte Generalsanierung in 2029 darf nicht isoliert betrachtet werden. Sie muss mit einer Kapazitätserweiterung verbunden sein - die Bestandteile des Alpha-E-Kompromisses bilden hierfür die Grundlage."

Auch der Landrat des Landkreises Harburg betont: "Wir brauchen eine zeitnahe Verbesserung der Schieneninfrastruktur für unsere Bürgerinnen und Bürger - gerade für unsere vielen Pendlerinnen und Pendler. Dazu muss die Bahn bei der nun anstehenden Qualitätsoffensive und der in 2029 vorgesehenen Generalsanierung alle technischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation auf der Bestandsstrecke ausschöpfen. Wenn die Menschen hier über Monate hinweg Einschränkungen akzeptieren sollen, dann nur mit der klaren Perspektive, dass am Ende auch spürbare Verbesserungen entstehen."
 
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Beide kritisieren, dass bislang kein überzeugendes Gesamtkonzept vorliegt, wie kurzfristige Maßnahmen, Generalsanierung und langfristige Kapazitätsfragen schlüssig zusammengeführt werden sollen. Verbesserungen dürften nicht auf Jahrzehnte verschoben werden.

"Wir brauchen schnell spürbare Verbesserungen im Nah- und Fernverkehr und eine verbindliche Zusage zur Umsetzung von Alpha E", so Babendererde abschließend. "Was wir nicht brauchen, sind vage Zukunftsversprechen und Planungen, die reale Entlastungen erst irgendwann nach 2050 in Aussicht stellen. Vertrauen entsteht nur durch Verlässlichkeit - und durch das Einhalten gegebener Zusagen."