FDP besucht Hanstedter Beerenplantage
Im Gespräch mit dem Familienbetrieb wird deutlich: Kommunale Verfahren müssen einfach, praxisnah und mittelstandsfreundlich sein
Hanstedt. 23.08.2026. Der FDP-Ortsverband hat Stüvens Beerenplantage besucht, um sich vor Ort über den Betrieb und die wirtschaftlichen Herausforderungen regionaler Erzeuger zu informieren. Im Mittelpunkt des Austauschs standen der zunehmende Preisdruck, die Bedeutung regionaler Vermarktung und bürokratische Hürden, mit denen kleinere Betriebe im Alltag konfrontiert sind.
Simon Thompson, Dr. Claudia Höfler, Alina von Minden, Yvonne Käselau, Annemarie Thompson, Antje Stüven, Marten von Ascharaden und Gunnar Hofmeister (v.l.n.r.). Foto: Alina von Minden
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Stüvens Beerenplantage besteht seit 1979 und wird heute als Familienbetrieb von Mutter und Tochter geführt. Die Betreiberinnen berichteten, wie herausfordernd es ist, sich unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Bedingungen am Markt zu behaupten. Dazu gehört auch der Wettbewerb mit günstigeren Produkten aus anderen EU-Ländern, in denen teilweise andere Lohn- und Produktionsbedingungen gelten.
„Regionalität darf nicht nur ein schönes Schlagwort sein. Wenn wir möchten, dass familiengeführte Betriebe vor Ort eine Zukunft haben, müssen wir uns mit ihren tatsächlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Hinter regionalen Produkten stehen Menschen, Familien und häufig jahrzehntelange Arbeit“, erklärt Alina von Minden, Co-Vorsitzende des FDP-Ortsverbands.
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Aus Sicht des Hanstedter FDP-Ortsverbands sollte Politik insbesondere dort ansetzen, wo sie vor Ort konkret etwas bewirken kann. Während viele wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf Landes-, Bundes- oder europäischer Ebene festgelegt werden, können Kommunen dazu beitragen, Verfahren möglichst einfach und praxisnah zu gestalten.
Ein Beispiel zeigt sich bei Stüvens Beerenplantage: Seit zwei Jahren bietet die Familie die Möglichkeit zum Selbstpflücken an und möchte dieses Angebot künftig stärker bekannt machen. Doch bereits Werbeplakate, die auf die Selbstpflückplantage aufmerksam machen sollen, sind mit zusätzlichen Investitionen und Genehmigungsverfahren verbunden.
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Für den FDP-Ortsverband ist dies ein Anlass, bestehende kommunale Verfahren aus Sicht der Betriebe zu überprüfen. Genehmigungsprozesse sollten verständlich, zügig und so unbürokratisch wie möglich sein. Wo kommunale Spielräume bestehen, sollten sie genutzt werden, um unnötigen Aufwand zu vermeiden und wirtschaftliche Eigeninitiative zu erleichtern. Der FDP-Ortsverband will den Austausch mit den örtlichen Betrieben fortsetzen und die dabei gewonnenen Erfahrungen in die kommunalpolitische Arbeit einfließen lassen.
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