Asendorfer Rat zieht Reißleine
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Beratungen im Dorfgemeinschaftshaus, denn die Zukunft des Gebäudes und damit eines zentralen Treffpunktes des Dorflebens stand auf der Tagesordnung. Zu Beginn der Diskussion stellte Bürgermeister Mencke die aktuelle Sachlage noch einmal ausführlich dar. Die bisherigen Planungen gingen von einem Sanierungsvolumen von rund 2,4 Millionen Euro aus. In dieser Summe seien bereits Preissteigerungen von berücksichtigt. Demgegenüber stünden bislang rund 900.000 Euro Eigenmittel der Gemeinde sowie Fördermittel des Bundes in Höhe von 666.000 Euro. Die restlichen 834.000 Euro müssten finanziert werden und würden, so Mencke, die Gemeinde auf viele Jahre belasten.
Nach Einschätzung des Bürgermeisters wäre ein Förderbescheid frühestens im Spätherbst zu erwarten. Erst dann könnte die Genehmigungsplanung für den Bauantrag beauftragt werden. Ausschreibungen und Genehmigungen der einzelnen Bauabschnitte seien daher frühestens im Frühjahr 2027 möglich, die Vergabe der Bauleistungen frühestens im Sommer 2027.
Sein Vorschlag lautete deshalb, die Sanierung ohne Bundesförderung und ohne die damit verbundenen hohen energetischen Anforderungen umzusetzen. Statt einer Komplettsanierung innerhalb weniger Jahre solle das Projekt bis etwa 2035 gestreckt und in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Ziel sei es, die Arbeiten möglichst in den Sommermonaten durchzuführen, um die Nutzung des Gebäudes durch Vereine und Gruppen nur geringfügig einzuschränken.
Nicht alle Ratsmitglieder teilten diese Einschätzung. Ratsmitglied Dr. Manfred Lohr räumte zwar ein, dass der Zeitplan anspruchsvoll sei, sprach sich jedoch dafür aus, die Fördermittel nicht vorschnell aufzugeben. Er regte an, eine Verlängerung der Umsetzungsfrist um weitere zwei Jahre anzustreben. „Wir sollten die Fördermittel nicht ausschlagen“, forderte Lohr und beantragte, den Tagesordnungspunkt zunächst zurückzustellen, um weitere Recherchen zu ermöglichen. Zudem verwies er auf die erwarteten Einnahmen aus einem geplanten Windpark. Ab etwa 2028 könnten der Gemeinde daraus nach seiner Einschätzung rund 200.000 Euro jährlich zufließen und die finanzielle Situation deutlich entspannen.
Am Ende folgte die Mehrheit des Rates dem Beschlussvorschlag der Verwaltung. Die Gemeinde wird die Fördermittel des Bundes nicht weiter verfolgen. Stattdessen sollen die Ingenieurbüros nun die Genehmigungsplanung für eine Baugenehmigung vorbereiten. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses soll anschließend schrittweise erfolgen, wobei die Sommerpausen bevorzugt für Bauarbeiten genutzt werden sollen, um die Auswirkungen auf das Vereins- und Gemeinschaftsleben möglichst gering zu halten.
Hier gehts zu den EDEKA Wochenangeboten!
Nachrichten Niedersachsen
- Abgestürzte Drohne in Wunstorf - Ermittler finden offenbar Sprengstoff
22.09.2026 17:00
In der Nähe des Bundeswehr-Fliegerhorsts Wunstorf in Niedersachsen wurde vor rund einer Woche eine Drohne entdeckt. Nach Recherchen von NDR, WDR und SZ stellten die Ermittler in der Nähe auch eine verdächtige Substanz fest.[mehr] - Kleintransporter von Bahn erfasst - Fahrer schwer verletzt
22.09.2026 21:04
Der Unfall hat sich an einem unbeschrankten Bahnübergang im Landkreis Vechta ereignet. Es gab Folgen für den Bahnverkehr. [mehr] - Kommunalwahl: AfD-Kandidatin als Wahlhelferin in Buchholz im Einsatz
22.09.2026 18:22
Die Frau kandidierte für Kreistag, Stadtrat und Ortsrat. Die Landeswahlleitung sieht keine Anhaltspunkte für eine Einflussnahme.[mehr] - Postkarten von Fremden: "Postcrosser" treffen sich in Nordhorn
22.09.2026 20:41
Die "Postcrosser" schicken analoge Grüße in die ganze Welt und bekommen selbst Karten. Darunter sind auch mal "Raritäten".[mehr] - Junge Union in Niedersachsen hadert mit Kanzler Merz
22.09.2026 17:40
Beim Wahlkampf in Ottersberg spürt die Junge Union Gegenwind aus Berlin. Aber es kommt auch Lob für den Kanzler.[mehr]










