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Projekt MITmacher
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Engagierte MITmacher: Judi und Moaaz unterstützten Hausmeister Paul im CURA Seniorencentrum Winsen. Foto: LK Harburg
 

Projekt MITmacher: Erfolg seit acht Monaten

Landkreis. 03.02.2024.   Sie heißen Christian, Dilek, Ismail, Ahmed, Fabrice, Mohammed, Arnaub, Wagley, Alona, Sergej, Murad, Bende, Moaaz, Judi, Mohaammad Zarif, Wais, Farid und Gholam. Trotz ihrer unterschiedlichen Schicksale und ihrer verschiedener Herkunftsländer haben sie vieles gemeinsam: Sie sind Geflüchtete, die in der deutschen Gesellschaft ankommen wollen. Darum haben sie sich für ein ehrenamtliches Engagement entschieden. Unterstützt wurden sie dabei vom gemeinnützigen Hamburger Unternehmen MITmacher, der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe sowie der Agentur für Ehrenamt der Kreisverwaltung. MITmacher vermittelt über das Projekt „Geflüchtete ins Ehrenamt“ im Landkreis Harburg Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund in ein Ehrenamt.

Was dabei in den vergangenen acht Monaten erreicht worden ist, kann sich sehen lassen: „Der Bedarf in den Vereinen ist da, die Nachfrage bei den Geflüchteten ist enorm“, berichtet MITmacher-Projektleiterin Joelle Delvecchio. „In vielen Unterkünften für Geflüchtete im Landkreis Harburg warten Menschen darauf, sich einzubringen. Genauso ist es kein Problem, geeignete Einsatzstellen zu finden.“ Oftmals ist nur eine kleine Starthilfe nötig, um eine ehrenamtliche Tätigkeit möglich zu machen. Etwa um die zu Beginn bestehende Sprachbarriere und fehlende Kontakte zu überwinden oder um gemeinsam ...
 
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...  herauszufinden, wie das Einsatzgebiet in einem Verein konkret aussehen kann. Kein Wunder, dass es Joelle Delvecchio gelungen ist, 45 Geflüchtete zu vermitteln. Von Hausmeistertätigkeiten über Jugendarbeit, Senioren- oder Kinderbetreuung bis hin zu einem Engagement als Trainerin oder Trainer in Sportvereinen ist alles denkbar.

"Die größte Herausforderung ist, es ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer zu finden, die Geflüchtete dauerhaft in ein Engagement begleiten“, sagt Joelle Delvecchio. "Geflüchtete ins Ehrenamt“ im Landkreis Harburg ist als Pilotprojekt so konzipiert, dass die Vermittlung und Begleitung der Geflüchteten mit Unterstützung durch MITmacher eigentlich komplett von Ehrenamtlichen übernommen werden soll: „Wenn sich Ehrenamtliche fünf Stunden in der Woche für die Vermittlung engagieren, ist im Optimalfall eine Vermittlung samt weiterer Begleitung pro Monat drin. Würde es uns gelingen, fünf Vermittler zu gewinnen, könnten sie bis zu 60 Geflüchtete in ein Ehrenamt bringen“, rechnet Delvecchio vor.

Um das Projekt in den kommenden Monaten zu einem noch größeren Erfolg zu machen, sind die Kreisverwaltung und MITmacher deshalb weiter auf der Suche nach engagierten Ehrenamtlichen, die Lust haben, Geflüchtete auf dem Weg in ein passendes Ehrenamt zu begleiten. MITmacher unterstützt die ehrenamtlich Begleitenden dabei und auch danach mit regelmäßigen Austauschtreffen und gibt Tipps für eine erfolgreiche Vermittlung.

Selbstverständlich können sich Initiativen und Vereine, die eine Stelle für ein Ehrenamt anbieten möchten, ebenfalls melden. Als Ansprechpartner für Geflüchtete, Ehrenamtliche und Vereine stehen gerne zur Verfügung: MITmacher-Projekt- und Teamleiterin Joelle Delvecchio (Mail: , Tel.: 0176 / 56562716) und Andreas Holz aus der Abteilung Migration des Landkreises Harburg (Mail: , Tel. 04171 / 6939785). Mehr Informationen zum Projekt „Geflüchtete ins Ehrenamt“ im Landkreis Harburg gibt es unter https://www.landkreis-harburg.de/mitmacher und zu MITmacher unter www.mitmacher.org.

Hintergrund: MITmacher eröffnet Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund im Projekt „Geflüchtete ins Ehrenamt“ im Landkreis Harburg über die Vermittlung in ein ehrenamtliches Engagement die Möglichkeit zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe. Offiziell gestartet wurde das Projekt, das nach einer Pilotphase 2022 zunächst für ein Jahr läuft, im Mai 2023. Möglich wird „Geflüchtete ins Ehrenamt“ im Landkreis durch Fördermittel in Höhe von rund 62.000 Euro des Niedersächsischen Landesamts für Soziales, Jugend und Familie, der Klosterkammer Hannover und des Landkreises Harburg.
 
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