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Wildparl Lüneburger Heide
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Der imposante amerikanische Schwarzbär „Jack“ nimmt bei seinem ersten Ausflug ins Freigehege im Wildpark Lüneburger Heide alles genau unter die Lupe. Fotos: Wildpark Lüneburger Heide
 

Wildpark Lüneburger Heide gibt Schwarzbären neue Heimat

Wildpark-Chef Alexander Tietz: „Amerikanische Schwarzbären passen perfekt in unser Konzept“
 
Hanstedt-Nindorf. 17.05.2024. Timber und Jack heißen zwei amerikanische Schwarzbären, die im Wildpark Lüneburger Heide jetzt ihr neues Zuhause gefunden haben. Die beiden 14 Jahre alten Tiere sind kürzlich aus dem Filmtierpark Eschede in die Heide umgezogen. Den Transport vor gut zwei Wochen hatten die Bären gut überstanden. Auch den ersten Ausflug ins Außengehege haben die Bärin Timber und ihr stattlicher männlicher Begleiter Jack in sehr entspannter Manier gemeistert. In nächster Zeit werden die Schwarzbären im Wechsel mit den Kamtschatka-Bären auf der Anlage zu sehen sein. Langfristig geplant ist die Vergesellschaftung der Tiere - die Besucher sollen also beide Bären-Arten in Zukunft gleichzeitig in dem großzügigen Gehege beobachten dürfen.
 
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In speziellen Transportkisten hatte Obertierpfleger Lukas Feyen die Tiere mit zwei Kolleg:innen auf einem für Tiertransporte konstruierten Anhänger aus dem knapp 100 Kilometer entfernten Filmtierpark abgeholt. „Wenn neue Großtiere im Park ankommen, ist das immer etwas ganz Besonderes“, sagt Wildpark-Geschäftsführer Alexander Tietz, der die Ankunft der Bären gemeinsam mit nahezu allen Tierpfleger und Tiefpflegerinnen mit Spannung erwartete. Per Radlader wurden die Kisten mit der wertvollen Fracht zuerst mit aller Vorsicht aus dem Anhänger gehievt. Dann begann der aufregende Teil des Umzugs: Ein Kran wartete bereits, um die Kisten mit den Tieren aus dem Besucher-Bereich über die Sicherheitszäune auf die Bärenanlage und schließlich in Millimeterarbeit direkt vor den Eingang des Gebäudes zu heben, in dem die Bären ihre Schlafboxen haben.  Ein kurzes Schnuppern in der neuen Umgebung reichte und schon waren Timber und Jack in ihren Boxen. „Die beiden Bären sind in sehr guter körperlicher Verfassung bei uns angekommen und sind sehr umgänglich“, berichtet Lukas Feyen. Und so war auch der erste Tag auf der Außenanlage sehr unaufgeregt und unproblematisch. Während sich Timber eher für die Wölfe im benachbarten Gehege interessierte, nahm Jack gleich ein Bad im Bärenpool und erkundete die gesamte Anlage.
 
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Mit den amerikanischen Schwarzbären ist neben den Kamtschatka-Bären und den beiden europäischen Braunbären nun die dritte Bärenart im Wildpark beheimatet. „Die Tiere sind selten in Tierparks zu finden. Sie passen perfekt in unser Konzept und deshalb haben wir keine Sekunde gezögert, Timber und Jack aufzunehmen, als die Anfrage aus Eschede kam“, sagt Alexander Tietz. Nicht ohne Grund ist der Bär im Logo des Wildparks Lüneburger Heide zu finden.

In freier Natur ist der amerikanische Schwarzbär in großen Teilen Nordamerikas zu finden. Er lebt in Alaska, Kanada und im Kerngebiet der Vereinigten Staaten. Während die Weibchen ein Gewicht zwischen 40 und 230 Kilogramm erreichen, sind die Männchen mit 50 bis 400 Kilogramm deutlich schwerer. Sie ernähren sich hauptsächlich von pflanzlicher Kost, darunter Früchte, Beeren, Nüsse, Gräser und Wurzeln. Tierische Nahrung nehmen sie meist in Form von Insekten wie Ameisen, Bienen, Termiten oder Aas auf. In menschlicher Obhut können Schwarzbären ein Alter von etwa dreißig Jahren erreichen.